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Architektenlexikon Wien 1770 - 1945
Geschichte der Technischen Universität Wien

1805 – ab diesem Zeitpunkt Planung eines Polytechnischen Instituts nach dem Vorbild der französischen Ecole Polytechnique (durch die napoleonischen Kriege entstand ein erhöhter Bedarf an Technikern).

Polytechnisches Institut 1815-1875
1815 Gründung des Polytechnischen Instituts mit einer militärischen und einer gewerblichen Fachschule. Es gibt eine technische und eine kommerzielle Abteilung, aber keinen verbindlichen Abschluss.
Das Gebäude auf dem Karlsplatz wurde errichtet (Planung Josef Schemerl v. Leytenberg und Andres Fischer, Reliefs von Josef Klieber ) – am 6. November 1815 feierlich eröffnet, danach unzählige Anbauten – bis heute Hauptgebäude.
1847-1857 auch Sitz der Akademie der Wissenschaften.
1865 – Reform (u.a. Unterscheidung in ordentliche und außerordentliche Hörer, es gibt 5 Abteilungen: Allgemeine Abteilung, Ingenieurschule [Straßen- u. Wasserbau], Bauschule [Hochbau], Maschinebauschule u. Chemisch-technische Schule).
Einführung der „Strengen Prüfung“, die als Diplom gelten sollte (wurde allerdings nur sehr selten abgelegt).

k.k. Technische Hochschule 1875-1918
1875 Einführung der 1. u. 2. Staatsprüfung – jedoch kein Abschlusszertifikat oder Diplom (offiziell kein Ing.-Titel!)
1901 Einführung der Rigorosenordnung – Möglichkeit einer Promotion (1902 die ersten Doktoranden) – Gleichstellung mit den Universitäten.
1913/14 – Frauen dürfen als a.o. Hörerinnen inskribieren.
1917 – Absolventen der 2. Staatsprüfung dürfen sich „Ingenieur“ nennen.

Technische Hochschule 1919-45
1919/20 – Frauen dürfen als o. Hörerinnen inskribieren.
1928 werden die Fachschulen in Fakultäten umbenannt.
1938 nicht-arische Professoren und Studenten werden ausgeschlossen, Einführung des Titels Dipl.Ing. (statt des bisherigen Ing.) bzw. des Dr.Ing. nach deutschem Vorbild.
Die 2. Staatsprüfung wird durch eine Diplomprüfung ersetzt.
Die 5 Fakultäten werden in 3 zusammengelegt – die Fakultät für Bauwesen umfasst jetzt Architektur, Bauingenieurs- und Vermessungswesen.

Technische Hochschule 1945-75
Es werden wieder 5 Fakultäten errichtet – der Titel Dipl. Ing. bleibt jedoch erhalten und wird mit dem AHStg 1966 zum akademischen Grad (bis dahin Standesbezeichnung).

Technische Universität Wien ab 1975
1975 Umbenennung in Universität durch das UOG von 1975 – Neustrukturierung der 5 Fakultäten in: Raumplanung, Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Das Professorenkollegium wird zu einem akademischen Senat.
1988 Erlangung der Teilrechtsfähigkeit
1990 die Technische Universität Wien feiert ihr 175-jähriges Bestehen.

1993 die österreichischen Universitäten erhalten mit dem zweiten UOG aus 1993 einen neuen institutionellen Rahmen, der vor allem; mehr Autonomie sichern soll.
Die Leitung der Universität obliegt dem Rektor und einem neu zusammengesetzten Senat, die dabei von den Vizerektoren und einem Universitätsbeirat unterstützt werden.

1999 per 1. Jänner gilt die neue Universitätsorganisation.


Literatur
J. Mikoletzky: Geschichtliche Entwicklung. In: Veröffentlichungen des Universitätsarchivs der technischen Universität Wien, H. 3 (Hg. Technische Universität Wien). Wien 1997, S.5ff

Autorin: Ursula Prokop


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