Exhibition

ZV Bauherrenpreis (Client’s Prize) 2006

of the Central Association of Austrian Architects

Thu 26.10.2006 – Mon 13.11.2006

ZV Bauherrenpreis (Client’s Prize) 2006
© Zentralvereinigung der Architekten Österreichs

On Wednesday 25.10.06 at 7pm at the Podium in the Architekturzentrum Wien, Hans Hollein, ZV President and chair of the jury, and Marta Schreieck, member of the ZV and of the jury, will award the Clients’ Prize 2006. Of the 132 projects submitted this year, the jury (Hans Hollein, Marta Schreieck, Thomas van den Valentyn) has selected 16 winning projects. The submitted projects will subsequently be on show in the Clients’ Prize exhibition until 13.11.06, Halle F3.

The Background
The Zentralvereinigung der Architekten Österreichs has been awarding the Clients’ Prize to exceptional projects on a regular basis since 1967. From the outset the award has helped to spotlight the architectural quality and cultural significance of projects completed by their clients under what is sometimes massive public controversy. The prize is intended as a distinction for people who have rendered special services to the planning procedure as clients, investors or mentors, and whose particular engagement has enabled the realisation of outstanding architecture.

The Aim
The Clients’ Prize cannot be compared with a conventional architecture competition. Completed buildings and not theoretical potential are assessed, the results of a planning and building process in which the clients’ and architects’ roles are fundamental. For the Clients’ Prize architecture is not only seen as a building but also as the process behind its completion. Taking up the dialogue between client and architect can yield a great deal of potential to both partners. This potential lies in the discovery of design qualities, in the revaluation of ideas and wishes, in the functional optimisation and the creation of identity in the spatial and social setting.

The display of all of the submitted projects is also intended as an invitation to ponder the possibilities and positions intrinsic to architecture.

Admission free

Jury
Hans Hollein, Wien
Marta Schreieck, Wien
Thomas van den Valentyn

Fertigungshalle Obermayr Holzkonstruktionen, Schwanenstadt. Bauherr: Obermayr Holzkonstruktionen. Architekt: F2 Architekten ZT GmbH, Mag. arch. Markus Fischer
Fertigungshalle Obermayr Holzkonstruktionen, Schwanenstadt. Bauherr: Obermayr Holzkonstruktionen. Architekt: F2 Architekten ZT GmbH, Mag. arch. Markus Fischer
© Obermayr Holzkonstruktionen GmbH
BTV- Stadtforum Innsbruck. Bauherr: Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Architekt: Mag. arch. Heinz Tesar, Wien
BTV- Stadtforum Innsbruck. Bauherr: Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Architekt: Mag. arch. Heinz Tesar, Wien
© Nikolaus Schletterer
Wiener Stadt- und Landesbibliothek - Tiefspeicher Wien. Bauher: Stadt Wien, MA 34 Bau- u. Gebäudemanagement. Architekten: Hempel Architekten ZT GmbH, Irmo und Helmut Hempel
Wiener Stadt- und Landesbibliothek - Tiefspeicher Wien. Bauher: Stadt Wien, MA 34 Bau- u. Gebäudemanagement. Architekten: Hempel Architekten ZT GmbH, Irmo und Helmut Hempel
© Media Wien
Haus_H, Linz. Bauherren: Mag. Verena und Mag. Stefan Halvax. Architekten: Caramel Architekten
Haus_H, Linz. Bauherren: Mag. Verena und Mag. Stefan Halvax. Architekten: Caramel Architekten
© Herta Hurnaus
Parlament - Besucherzentrum, Wien. Bauherr: Parlament der Republik Österreich. Architekten: Geiswinkler & Geiswinkler Architekten
Parlament - Besucherzentrum, Wien. Bauherr: Parlament der Republik Österreich. Architekten: Geiswinkler & Geiswinkler Architekten
© Manfred Seidl
UNIQA TOWER, Wien. Bauherr: Uniqa Versicherungen AG. Architekten: Heinz Neumann / Neumann + Partner ZT GmbH
UNIQA TOWER, Wien. Bauherr: Uniqa Versicherungen AG. Architekten: Heinz Neumann / Neumann + Partner ZT GmbH
© Neumann + Partner
Gartenstadt Roland Rainer-Siedlung, St. Pölten. Bauherr: Alpenland Siedlungsgenos., WET Wohnbauges.. Architekt: Roland Rainer mit Johanna O. Rainer und Architekten Wallner & Partner ZT GmbH
Gartenstadt Roland Rainer-Siedlung, St. Pölten. Bauherr: Alpenland Siedlungsgenos., WET Wohnbauges.. Architekt: Roland Rainer mit Johanna O. Rainer und Architekten Wallner & Partner ZT GmbH
© Johanna Rainer
Wohnhausanlage Nussberggasse 2c, Wien. Bauherr: Generali Versicherung AG / AIV, Direktor Klaus Edelhauser. Architekt: Hans Peter Petri
Wohnhausanlage Nussberggasse 2c, Wien. Bauherr: Generali Versicherung AG / AIV, Direktor Klaus Edelhauser. Architekt: Hans Peter Petri
© Gerald Zugmann
Büro- u. Verwaltungsgebäude Wirtschaftskammer Niederösterreich. Bauherr: Wirtschaftskammer Niederösterreich. Architekten: Rüdiger Lainer + Partner
Büro- u. Verwaltungsgebäude Wirtschaftskammer Niederösterreich. Bauherr: Wirtschaftskammer Niederösterreich. Architekten: Rüdiger Lainer + Partner
© Margherita Spiluttini
Loisium & Loisium Hotel, Langenlois. Bauherr: Loisium Hotel GmbH & Co KG, Raiffeisen Holding NÖ-Wien, Weinbau Steininger, Annemarie Haimerl. Architekten: Steven Holl Architects mit architekten: sam / ott-reinisch
Loisium & Loisium Hotel, Langenlois. Bauherr: Loisium Hotel GmbH & Co KG, Raiffeisen Holding NÖ-Wien, Weinbau Steininger, Annemarie Haimerl. Architekten: Steven Holl Architects mit architekten: sam / ott-reinisch
© Margherita Spiluttini
Weinkunstgarten Loisium, Langenlois. Bauherr: Loisium Weinvisionen & Co KG, Weingut Bründlmayer. Landschaftsarchitekten: ko a la - Veronika Oberwalder, Robert Kutscha
Weinkunstgarten Loisium, Langenlois. Bauherr: Loisium Weinvisionen & Co KG, Weingut Bründlmayer. Landschaftsarchitekten: ko a la - Veronika Oberwalder, Robert Kutscha
© Zita Oberwalder
Wiener Stadthalle - Neubau Halle F, Wien. Bauherr: Wr. Stadthalle Betriebs- u. VeranstaltungsgesmbH. Architekten: Dietrich/Untertrifaller Architekten
Wiener Stadthalle - Neubau Halle F, Wien. Bauherr: Wr. Stadthalle Betriebs- u. VeranstaltungsgesmbH. Architekten: Dietrich/Untertrifaller Architekten
© Bruno Klomfar
Wohnprojekt "LOOK", Wien. Bauherr: BUWOG. Architekt: Gert M. Mayr-Keber
Wohnprojekt "LOOK", Wien. Bauherr: BUWOG. Architekt: Gert M. Mayr-Keber
© Elisabeth Mayr-Keber
Architektonische Begleitplanung S 35 - Brucker Schnellstraße, Stmk. Bauherr: ASFINAG Bau Management GmbH. Architekt: Alfred Bramberger
Architektonische Begleitplanung S 35 - Brucker Schnellstraße, Stmk. Bauherr: ASFINAG Bau Management GmbH. Architekt: Alfred Bramberger
© ASFINAG
T-Center St. Marx, Wien. Bauherr: MM Liegenschaftsbesitz GmbH. Architekten: Architektur Consult, Günther Domenig, Hermann Eisenköck, Herfried Peyker
T-Center St. Marx, Wien. Bauherr: MM Liegenschaftsbesitz GmbH. Architekten: Architektur Consult, Günther Domenig, Hermann Eisenköck, Herfried Peyker
© Paul Ott
Buchhandlung Wiederin. Bauherr: Studienverlag Markus Hatzer, Tiroler Sparkasse, Mag. Thomas Wiederin
Buchhandlung Wiederin. Bauherr: Studienverlag Markus Hatzer, Tiroler Sparkasse, Mag. Thomas Wiederin
© Lukas Schaller

Jurybegründungen

Jury
Hans Hollein, Wien (Juryvorsitzender)
Marta Schreieck, Wien
Thomas van den Valentyn

132 Einreichungen aus ganz Österreich. In einer 3. Bewertungsrunde werden von 40 verbliebenen Projekten 15 Bauherrenpreise und 8 Lobende Erwähnungen vergeben.

PREISTRÄGER

15

Fertigungshalle Obermayr Holzkonstruktionen, Schwanenstadt

Bauherr
Obermayr Holzkonstruktionen,
DI Hans Christian und DI Bernhard Obermayr
Arch
F2 Architekten ZT GmbH, Mag. arch. Markus Fischer,
Mag. arch. Christian Frömel
Foto:
Obermayr Holzkonstruktionen GmbH

Das Engagement des privaten Bauherrn, bei der Errichtung seiner Fertigungshalle neben optimalen Arbeitsbedingungen das Gebäude auch als sichtbares Zeichen für die Philosophie und das Know-how des Unternehmens zu konzipieren, ist besonders hervorzuheben. Mit einfachen architektonischen Mitteln wurde ein außergewöhnliches Arbeitsumfeld geschaffen, wobei besonders die Atmosphäre des Innenraumes, die guten Tageslichtverhältnisse, die minimierte Konstruktion und die präzisen Details überzeugen.
Weiters stellt das Projekt einen positiven Beitrag zum kultivierten Umgang mit Peripherie und Landschaft dar.

23

BTV- Stadtforum Innsbruck

Bauherr
Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Konsul Direktor Peter Gaugg, Dir. Mag. Matthias Moncher
Arch
Mag. arch. Heinz Tesar, Wien
Foto:
Nikolaus Schletterer

Einen Architekten für ein Bauvorhaben dieser Größe und Komplexität direkt zu beauftragen, erfordert einen Bauherrn mit großer Affinität zur Architektur. Direktor Gaugg hat diese Kompetenz schon mehrfach bei anderen Bauvorhaben bewiesen.
Besonders hervorzuheben ist, dass sich die Bauherrschaft der städtebaulichen und gesellschaftlichen Dimension dieses Projektes im Zentrum von Innsbruck bewusst war und neben dem architektonisch anspruchsvollen Neubau einen neuen städtischen Platz geschaffen hat, der zur Aufwertung des gesamten Umfeldes beiträgt.
Vielfältige Vorarbeiten waren notwendig, um diese großstädtische Lösung zu ermöglichen. Architekt und Bauherr gemeinsam haben eine Urbanisierung dieses wichtigen Ortes in der Stadt erreicht und ein hervorragendes Statement zum Thema Bauen im historischen Kontext abgegeben.

24

Wiener Stadt- und Landesbibliothek – Tiefspeicher Wien

Bauherr
Stadt Wien / vertreten durch MA 34 Bau- u. Gebäudemanagement, Ing. Rudolf Kaizler
Arch
Hempel Architekten ZT GmbH, Irmo und Helmut Hempel
Foto
Media Wien

Die Stadt Wien ist Bauherr vieler und unterschiedlicher Bauwerke und es ist fast selbstverständlich, dass dieser Bauherr – oder die ihm unterstehenden Institutionen – progressive zeitgenössische, qualitätsvolle Architektur als Vorbedingung sieht, die nicht besonders gepriesen werden sollte. Trotzdem gibt es immer wieder Resultate, die – sehr oft Initiativen spezifischer Personen – über diese Voraussetzung hinausgehen und besonderer Beachtung würdig sind. Im Rathaus, dem Zentrum der Stadtverwaltung wird eine beispielgebende Intervention in Form einer ober- und unterirdischen Hofverbauung mit Zugang zur Dachzone mit Aufzug geschaffen. Die zeitgenössische Formensprache und die Volumina stehen in einer Dialektik zur historischen Bausubstanz. Die Dachlandschaft ist ein Werk von Lois Weinberger. Der Ausblick von den umliegenden Räumen des Rathauses auf dieses integrierte Objekt ist besonders sorgfältig durchdacht.

39

Haus_H, Linz

Bauherr
Mag. Verena und Mag. Stefan Halvax
Arch
Caramel Architekten
Foto
Herta Hurnaus

Seit den Anfängen des Bauherrenpreises der ZV in den 60er Jahren wurden immer wieder auch kleine Objekte – insbesondere auch Einfamilienhäuser – ausgezeichnet. War es in diesen früheren Jahren oft eine Seltenheit, dass Bauherren das „Wagnis“ unternahmen, progressive ArchitektInnen oder Teams zu beauftragen, so ist dies – erfreulicherweise – heute fast alltäglich. Die vielen eingereichten Projekte belegen dies auch heuer. Heute besteht das Wagnis darin, absolut unkonventionelle und gestalterisch extreme Objekte zu bauen, sei es bewilligungsmäßig, finanziell oder vor allem auch konzeptionell. Einfamilienhäuser sind das Aktionsfeld der jungen Architekten am Beginn des 21.Jhdts. Ein Beispiel für die Dynamik dieser Architektur ist das mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnete Gebäude, bei dem die Bauherren Mut zu neuen Wegen gezeigt haben.

42

Parlament – Besucherzentrum, Wien

Bauherr
Parlament der Republik Österreich, Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol
Parlament der Republik Österreich, Parlamentsvizedirektor Dr. Sigurd Bauer
Parlament der Republik Österreich, Parlamentsdirektor Dr. Georg Posch
Arch
Geiswinkler & Geiswinkler Architekten
Foto
Manfred Seidl

Die Integration neuer Funktionen und notwendiger Räumlichkeiten sowie die Schaffung eines publikumswirksamen Zugangs zu einem der wesentlichsten Bauten der Ringstraße des 19. Jhdts. wurde hier beispielgebend gelöst. Die Architekten sind mit Ihrem Beitrag zum Wettbewerb weit über die gestellte Aufgabe hinausgegangen, die gewünschte innenarchitektonische Lösung wurde durch ein umfassendes architektonisches Konzept ersetzt. Der Bauherr hat sowohl als Jurymitglied als auch in der Umsetzungsphase diesen Vorschlag unterstützt und mitgetragen, wodurch ein architektonisch innovatives Projekt mit beachtlicher symbolischer Bedeutung für das Parlament entstanden ist.

43

UNIQA TOWER, Wien

Bauherr
Uniqa Versicherungen AG, Präs. KomR Herbert Schimetschek
Uniqa Immobilien-Projekterrichtungs GmbH, Dir. DI Ernst Morgenbesser
Arch
Heinz Neumann / Neumann + Partner ZT GmbH
Foto
Neumann + Partner

Das linke Donaukanalufer ist der Ort für die entstehende highrise skyline gegenüber dem Zentrum Wiens. Für diesen Bereich hat die Uniqa beispielgebende Wettbewerbe ausgeschrieben. Der letzte fertig gestellte Beitrag zu dieser Bebauung ist der Uniqa Tower – eine markante Konzernzentrale am Brückenkopf der Uraniabrücke.
Die Uniqa hat hier ein Bekenntnis zu einer zeitgenössischen Haltung urbaner Architektur abgegeben. Seit kurzem erstrahlt der Tower auch bei Nacht. Das „Nachtbild“ leistet einen wichtigen Beitrag zum fast 24-stündigen metropolitanen Leben, das sich in dieser Zone entwickelt.

57

Gartenstadt Roland Rainer-Siedlung, St. Pölten

Bauherr
Alpenland Siedlungsgenos., Prof. Mag. Robert Rintersbacher, Dir. LH a.D. Mag. Siegfried Ludwig
WET Wohnbauges. Dir. KomR Ferdinand Rubel
St. Pölten Wohnungsgenos., Dir. Wilhelm Gelb
Arch
Roland Rainer
mit Johanna O. Rainer und Architekten Wallner & Partner ZT GmbH
Foto
Johanna Rainer

Besonders hervorzuheben ist, dass der Bauherr dieses Projekt aus dem Jahre 2000 nach dem Tode Roland Rainers, des bekannten Architekten und Stadtplaners, dem Wohnen ein lebenslanges Anliegen war, realisiert hat. Dieser Umgang mit Kontinuität ist besonders zu würdigen. Roland Rainer hat dem verdichteten Flachbau wesentliche Aufmerksamkeit in seinem Werk gegeben. Dieses Beispiel in St. Pölten steht einer Weiterführung in der Diskussion dieser städtebaulichen Idee in einer neuen Variante zur Verfügung.

60

Wohnhausanlage Nussberggasse 2c, Wien

Bauherr
Generali Versicherung AG / AIV, Direktor Klaus Edelhauser
Arch
Hans Peter Petri
Foto
Gerald Zugmann

Die Generali wird hier nicht das erste Mal mit dem Bauherrenpreis gewürdigt. Als wesentlicher Bauherr in Österreich hat die Generali in den letzten Jahren kontinuierlich Statements zu zeitgenössischer Architektur mit progressiven Architekten aus dem In- und Ausland abgegeben. Der Bauherr AIV/Generali, der mit vielen anderen wesentlichen Gebäuden in Wien vertreten ist, hat hier eine noble Wohnhausanlage realisiert, entworfen von einem Architekten der jüngeren Generation. Der Umgang mit historischer Substanz – es handelt sich hier um einen Um-, An- und Neubau einer Hotelanlage von Arch. Hiesmayr aus dem Jahre 1966 – ist hier besonders zu erwähnen. Der Bauherr ging mit seinen Vorgaben auf die Problematik von wünschenswerter Flächenvermehrung und Rücksichtnahme auf den Dialog mit der existierenden Substanz und deren architektonischer Haltung – die der Architekt ablesbar machen wollte – ein.

62

Büro- u. Verwaltungsgebäude Wirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten

Bauherr
Wirtschaftskammer Niederösterreich, Präs. KomR Sonja Zwazl, Dir. Dr. Franz Wiedersich
Arch
Rüdiger Lainer + Partner
Foto
Margherita Spiluttini

Der Neubau der Wirtschaftskammer St. Pölten verlässt die rationale Pragmatik üblicher Bürobauten und bietet ein atmosphärisch und räumlich ambitioniertes Konzept, bei dem Aufenthaltsqualität, Wohlbefinden und Kommunikation im Vordergrund stehen. In einer Zeit, in der zunehmend Marketingstrategen, Büroconsulter und Facilitymanager das Baugeschehen bestimmen, Flächeneffizienz im Vordergrund steht und immaterielle nicht quantifizierbare Werte wie Raumatmosphäre, Licht, Haptik der Oberflächen wegrationalisiert werden, ist es besonders dankenswert, dass ein Bauherr die Fülle von unkonventionellen Ideen eines Architekten unterstützt und auch konsequent umsetzt.

70

Loisium & Loisium Hotel, Langenlois

Bauherr
Loisium Hotel GmbH & Co KG, Tuula und Dkfm. Gerhard Nidetzky, Mag. Susanne Kraus-Winkler, Raiffeisen Holding NÖ-Wien, Dr. Mag. Kurt Miesenböck
Weinbau Steininger, Karl Steininger
Annemarie Haimerl
Arch
Steven Holl Architects mit architekten: sam / ott-reinisch
Foto
Margherita Spiluttini

102

Weinkunstgarten Loisium, Langenlois

Bauherr
Loisium Weinvisionen & Co KG, Tuula und Dkfm. Gerhard Nidetzky, Weingut Bründlmayer, Mag. Willi Bründlmayer
Landschaftsarchitekten, ko a la – Veronika Oberwalder, Robert Kutscha
Foto
Zita Oberwalder

Die Bauherren, Peter und Tuula Nidetzky mit den Familien Steininger, Haimerl und Bründlmayer, hatten den Mut und die Vision in Zusammenhang mit der Weinkultur in Langenlois eine Anlage zu errichten, der dieses Thema zu Grunde lag und für die sie den international bekannten amerikanischen Architekten Steven Holl gewinnen konnten.
Die gute Zusammenarbeit zwischen Bauherren und Architekten führte zu weiteren Projekten, Bauten und Landschaftsgestaltungen mit den Planern.
Zur Architektenfindung hat Dietmar Steiner wesentliches beigetragen.

71

Wiener Stadthalle – Neubau Halle F, Wien

Bauherr
Wr. Stadthalle Betriebs- u. VeranstaltungsgesmbH, Dir. DI Helmut Jerabek, Wr. Stadthalle Betriebs- u. VeranstaltungsgesmbH, Dir. Prof. Dr. Gerhard Feltl, Dir. Peter Gruber
Arch
Dietrich/Untertrifaller Architekten
Foto
Bruno Klomfar

Der Sensibilität des Bauherrn und einer internationalen Expertenjury ist es zu verdanken, dass der Neubau der Halle F eine echte Erweiterung und keinen isolierten Zu- und Umbau des Stadthallenkomplexes darstellt. Die neue Halle wurde direkt in den vorhandenen Komplex eingebunden, der Kassensaal und die Verwaltungsgebäude in einem Gebäude integriert, wodurch eine organische Erweiterung des Stadthallenkomplexes erreicht wurde. Die Architekten haben den Dialog mit dem beachtlichen Bestand gesucht, die von RR entwickelte Formensprache wurde originär weiterentwickelt und neu interpretiert. Durch die Unterstützung des Bauherrn ist es gelungen, das neue Gebäude mit Respekt und in Dialektik zum vorhandenen von Roland Rainer zu setzen.

86

Wohnprojekt “LOOK”, Wien

Bauherr
BUWOG, Geschäftsführer Dr. Gerhard Schuster
Arch
Gert M. Mayr-Keber
Foto
Elisabeth Mayr-Keber

Der Bauherr Buwog hatte keine Scheu, diesen Wohnbau einem Architekten zu übertragen, der ein skulpturales und vielfarbiges Objekt unter Mitwirkung des Künstlers Gerwald Rockenschaub erstellte. Erstaunlich ist, dass keine der künstlerischen und gestalterischen Disziplinen versucht die andere auszustreichen, sondern dass gebautes Volumen, Kunst und die Gestaltung der Außenräume Hand in Hand gehen. Dabei handelt es sich um keinen glücklichen Zufall, sondern um eine Bauherrschaft, für die Architektur und Kunst nicht lästige Fleißaufgaben sondern Selbstverständlichkeiten aus Überzeugung sind. Der Bauherrenpreis wurde unter den vielen eingereichten Wohnbauprojekten nicht zuletzt wegen dieser speziell im geförderten Wohnbau unkonventionellen Haltung zugesprochen.

92

Architektonische Begleitplanung S 35 – Brucker Schnellstrasse, Stmk

Bauherr
ASFINAG Bau Management GmbH, Projektleiter DI Franz Lenz
Arch
Alfred Bramberger
Foto
ASFINAG

Die Asfinag, der die wesentlichen Straßen und Autobahnen Österreichs und die damit in Zusammenhang stehenden baulichen Maßnahmen unterstehen – insbesondere die notwendigen Schallschutzmaßnahmen, deren Ausführung größtenteils eher zufälliger Gestaltung unterliegen -, hat mit dem Gesamterscheinungsbild der Brucker Schnellstraße ein Zeichen gesetzt. Für wichtige Bauaufgaben dieser Art, die große Eingriffe in die Landschaft darstellen, ein wesentlicher Aspekt für ein Tourismus-Land wie Österreich mit seinem landschaftlichen Potential. Die derzeitige rasante Entwicklung insbesondere der Schallschutzzäune mit unterschiedlichsten aufeinander folgenden Gestaltungsmotiven, Durchblicksverglasungen, Materialvarianten und ortspezifischen Zitaten bedarf einer professionellen Gesamtplanung auf höchstem Niveau. Der Bauherrenpreis ergeht an die Asfinag in der Hoffnung, dass dieses beispielhaft gewürdigte Pilotprojekt Fortsetzung findet.

114

T-Center St. Marx, Wien

Bauherr
MM Liegenschaftsbesitz GmbH, CEO DI Thomas Jakoubek
Arch
Architektur Consult, Günther Domenig, Hermann Eisenköck, Herfried Peyker
Foto
Paul Ott

Der Bauherr hat die Courage gehabt, ein skulpturales Gebilde, ein „liegendes Hochhaus“ mit höchster städtebaulicher Signifikanz nach einem brisanten Entwurf von Günther Domenig zu akzeptieren und „ohne wesentliche Änderungen“ mit Architekturconsult umzusetzen und zu verwirklichen. Ein Gebäude, das ein klares kontemporäres Statement ist und eine markante Bereicherung der Silhouette Wiens.
Ein Gebäude, das auch ein Manifest komplexer Teamarbeit darstellt.

120

Buchhandlung Wiederin

Bauherr
Studienverlag Markus Hatzer, Markus Hatzer, Tiroler Sparkasse, DI Stephan Bstieler, Mag. Thomas Wiederin
Arch
Rainer Köberl
Foto
Lukas Schaller

Eine Buchhandlung ist eine Buchhandlung, ist eine … . Es geht ausschließlich um Bücher. Der kleine, endlose Raum ist Hintergrund, nimmt sich zurück mit den immanenten Mitteln der Architektur. Fließender Übergang: Bücher auf der Straße, Bücher in den tiefen Fensterleibungen außen und innen. Der Asphalt der Straße zieht einen hinein in die schwarz schimmernde Box, wo im perfekten Licht die bunten Bücher erstrahlen. Eine wohlig temperierte Atmosphäre lässt einen für kurze Zeit den Alltag vergessen.
Der Bauherr hat nicht nur „schwarz“ gesehen, sondern war überdies mutig genug „in Zeiten einschlägiger Buchhandelsketten“ diese Pretiose zu realisieren.

LOBENDE ERWÄHNUNGEN

13 Einfamilienhaus PA1 Zurndorf, Burgenland
BH Bettina Stimeder
Arch PPAG Architekten

29 Kirche in Gallspach, OÖ
BH Kath. Pfarramt Gallspach mit Diözese Linz
Pfarrer Mag. Johann Gmeiner
Arch Ernst Beneder und Anja Fischer

51 Gläserne Fußgängerbrücke Neubaugürtel, Wien
BH BM Ing. Richard Lugner
Arch Bulant & Wailzer

85 Hotel am Bahnhof Innsbruck
BH Raiffeisen Evolution Develop. GmbH
DI Hellia Mader-Schwab
Arch Manzl/Ritsch/Sandner

98 Fußgängerunterführung FLUC_2, Wien
BH Bock Wagner OEG
Martin Wagner
Arch Klaus Stattmann

99 Wohn-/Bürohaus Fotostudio Kaindl-Hönig, Salzburg
BH Stephan Kaindl-Hönig
Arch Forsthuber / Scheithauer

118 Centrum_Odorf, Tirol
BH IIG Innsbruck Immobilien GmbH
Prok. Ing. Helmut Rofner
Arch Froetscher / Lichtenwagner

132 Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes, Wien
BH Dr. Brigitte Bailer
Arch Falkeis & Falkeis.Senn