Ausstellungsführung

Über Tourismus

Di 26.03.2024, 17:30-18:30
viele gleich aussehnde Häuser in einer Berglandschaft

Lachtal, Steiermark. Seit rund 20 Jahren werden auch in Österreich vielerorts Chaletdörfer gebaut. Sie vermitteln Privatheit und Exklusivität, aber sie verbrauchen auch ungleich mehr Fläche – und damit wertvollen Boden – als jede andere Beherbergungsform.
© Foto: Günther Bogensberger

Immer mehr Menschen reisen öfter, weiter und kürzer. Welche Auswirkungen haben unsere Urlaubswünsche auf die gebaute Umwelt, das soziale Gefüge und den Klimawandel? Und wie können wir einen Tourismus imaginieren, der nicht zerstört, wovon er lebt?

Tourismus hat Wertschöpfung, Wohlstand und Weltoffenheit auch in die entlegensten Gegenden gebracht und so Abwanderung verhindert. Dem gegenüber stehen negative Effekte wie Menschenmassen, grobe Umwelteingriffe und steigende Bodenpreise. Touristische Hotspots leiden unter dem Ansturm der Besucher*innen, während andere Orte abgehängt werden. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Aspekte des Tourismus wie Mobilität, Städtetourismus, Klimawandel, die Privatisierung von Naturschönheit bis zum Wandel der Beherbergungstypologien. Vor allem aber sucht die Ausstellung nach Transformationspotential. Lokale und internationale Beispiele präsentieren wegweisende Lösungsansätze. Zahlreiche gelungene Beispiele machen Lust auf eine Art des Urlaubens, die nicht mehr ausschließlich dem Konsum sowie dem Wachstumsparadigma folgt.

Kuratorinnen: Karoline Mayer & Katharina Ritter, Az W
Assistenz: Dina Unterfrauner
Ausstellungsarchitektur: ASAP, Ulrike Pitro & Florian Sammer
Ausstellungsgrafik: LWZ & Manuel Radde