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Symposium

Selbstbau meets Wiener Wohnbau

Fr 10.11.2017, 10:00-20:00
Wohnhaus mit Schnee und blauem Himmel

Talli Architecture & Design, Tila Housing
Bild: KUVIO

Das Symposium denkt den Selbstbau neu: Könnten Strategien aus der Wiener Siedlerbewegung zukünftig auch im geförderten Wohnbau eingesetzt werden? Darüber diskutieren im Az W internationale Expert*innen.

Die Idee des Selbstbaus im Wohnungswesen ist nicht neu. Nach historischen Experimenten zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt sie derzeit nicht nur in informellen Praktiken des globalen Südens ein Revival. Seit einigen Jahren entstehen auch in Europa Wohnprojekte, bei denen zukünftige Nutzer*innen in den Bauprozess involviert werden. Allerdings handelt es sich dabei meist um Eigentumsprojekte. Wie könnte ein neues „Wiener Modell“ in Verbindung mit dem geförderten Mietwohnungsbau aussehen?

Im Rahmen des Symposiums stellen internationale Akteur*innen realisierte Projekte vor und diskutieren mit Wiener Protagonist*innen darüber, ob sozialer Wohnbau in Verbindung mit Selbstbauweisen möglicherweise ein kostensparendes und integratives Zukunftsmodell sein könnte. Dabei werden auch die konkreten Rahmenbedingungen für geplante Umsetzungen in Wien erläutert – von rechtlichen bis zu sozialen und baulogistischen Fragen.

Eine Keynote Lecture der indischen Architektin Anupama Kundoo, die spätestens mit der Installation ihres Low-Cost-Hauses auf der Architekturbiennale in Venedig 2016 auch einem internationalen Publikum bekannt geworden ist, beschließt das Symposium.

Das gemeinsam mit dem Az W konzipierte Symposium ist Teil eines Forschungsprojektes von Sabine Pollak und Silja Tillner in Kooperation mit der IBA_Wien – Neues Soziales Wohnen.

Programm

10:00 Begrüßung Angelika Fitz, Architekturzentrum Wien und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Stadt Wien

1. BLOCK
10:30 Wolfgang Förster (A), Koordinator IBA_Wien, Internationale Bauausstellung Wien 2020-2022
Projektleiter The Vienna Model Lernen von der Wiener Siedlerbewegung
11:00 Sabine Pollak, Silja Tillner (A), Architektinnen Gemeinsam siedeln, selbst bauen, interaktiv wohnen. Ein Wiener Modell
11:30 Kathrin Golda-Pongratz (ES), Professur für Int. Städtebau in Frankfurt Dwelling Resources in South America – eine Revision des Selbstbaus und der Thesen John F. C. Turners in El Ermitaño, Lima/ Peru
12:00 Jörg Leeser (D), BeL Bernhardt und Leeser, Sozietät für Architektur, Hamburg Kritischer Bericht über systemische Grenzen im Wohnbau

12:30 Mittagspause

PANEL
14:00 Michael Gehbauer (A), WBV-GPA Wohnbauvereinigung für Privatangestellte Gemeinnützige GmbH, Wien
Gernot Mitter (A), Arbeiterkammer Wien
Achim Nagel (D), Primus Development, Hamburg
Cornelia Schindler (A), ss | plus architektur, Wien
Ernst Schlossnickel (A), Stadtbaudirektion Wien

16:00 Pause

2. BLOCK
16:30 Pia Ilonen (FI), Talli Architecture and Design, Helsinki Experimental DIY-housing projects in Helsinki
17:00 Henri Praeger (D), Praeger Richter Architekten, Berlin
Das Ausbauhaus-Konzept. Viel Raum zum Wohnen für unterschiedliche Lebensentwürfe und Budgets

17:30 Pause

KEYNOTE SPEECH und RESPONDENZ

18:00 Begrüßung Michael Ludwig (A), Wohnbaustadtrat Wien
18:15 Anupama Kundoo (IN, ES), Anupama Kundoo architects, Madrid
Building Knowledge, Building Community
19:15 Marie-Therese Harnoncourt (A), the next ENTERprise Architects, Wien Respondenz

 

Programmänderungen vorbehalten

Konzept: Sonja Pisarik (Az W), Sabine Pollak, Silja Tillner