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Symposium

Roland Rainer im Kontext

Im Rahmen der Ausstellung „Roland Rainer. (Un)Umstritten. Neue Erkenntnisse zum Werk (1936–1963)"

Sa 20.10.2018, 09:30-20:00
schwarz/weiß Portrait

Portrait, Roland Rainer, 1936
© Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 042, Nr. 19854

Um die gegenwärtige Gestaltung und die heutige politische Funktion von Stadt begreifen zu können, ist es unabdingbar, die historischen Voraussetzungen zu kennen und die Entwicklungen im historischen Kontext zu verstehen.

Der Architekt und Stadtplaner Roland Rainer hat die Entwicklung Wiens und der österreichischen Architektur nachhaltig beeinflusst. Seine zielstrebig verfolgte berufliche Vita unter den wechselnden politischen Verhältnissen bezeugt eine Elastizität und Anpassungswilligkeit, welche nicht unhinterfragt bleiben soll. Aufgrund seiner persönlichen und beruflichen Vernetzung muss sein Leben und Werk über die Grenzen Österreichs im europäischen Umfeld betrachtet werden. Die auf diesem Forschungsgebiet ausgewiesenen Wissenschaftler*innen leisten beim Symposium „Roland Rainer im Kontext“ einen wichtigen Beitrag, um Rainers Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus sowie nach 1945 in einen überregionalen und transnationalen Zusammenhang zu stellen. Ebenso sind der Handlungsspielraum und die gesellschaftspolitische Verantwortung Rainers und damit stellvertretend des Berufsstandes der Architekt*innen zu thematisieren. Sowohl seine biografischen Verflechtungen mit dem Netzwerk der Architekten Hitlers und den späteren deutschen Stadtplanern des Wiederaufbaus als auch die Kontinuität seiner Planungskonzepte vor und nach 1945 gilt es aufzuspüren. Dabei ist vor allem die politische Dimension von Leitbildern der Stadtplanung bei der Demokratisierung nach 1945 neu zu beleuchten.

PROGRAMM

Samstag 20.10.2018, Podium Az W
9:30–10:15

Begrüßung: Angelika Fitz, Eva Blimlinger
Einführung: Ingrid Holzschuh und Monika Platzer

1. Themenschwerpunkt: Leben und Werk einer Funktionselite vor und nach 1945 

10:15–11:30
Waltraud Indrist (Wien): Leerstellen in der Biografie Roland Rainers. Neue Quellen (1936–1963)
Ingrid Holzschuh (Wien): Unbekanntes aus dem Frühwerk von Roland Rainer

11:30–11:45 Pause

11:45–13:00
Ralf Dorn (Darmstadt): Kontinuitäten und Brüche – Der Architekt und Stadtplaner Rudolf Hillebrecht vor und nach 1945
Ulrich Höhns (Hamburg): Architekt Cäsar Pinnau (1906–1988): Reiche Fassaden.  Zum Werk eines traditionalistischen Modernisten
Moderation: Monika Platzer

13:00–14:30  Mittagspause

2. Themenschwerpunkt: Städtebau und Architektur als angewandte Politik

14:30–15:45
Gottfried Pirhofer (Wien): Roland Rainer oder wohin Stadtablehnung führte
Monika Platzer (Wien): Auf Spurensuche nach einer verzögerten Publikation: Die gegliederte und aufgelockerte Stadt

15:45–16:15 Pause

16:15–17:30
Jörn Düwel (Hamburg): Deutsche Akademie für Städtebau, Reichs- und Landesplanung. Aufgaben, Projekte und Akteure
Hartmut Frank (Hamburg):  Anmerkungen zur städtebaulichen Prosa
Moderation: Ingrid Holzschuh

anschließend
Diskussionsrunde: Lehren aus der Vergangenheit?
Eva Blimlinger, Wilfried Posch, Rudolf Schicker, Marta Schreieck, Eva Rubin, Snezana Veselinovic
Moderation: Angelika Schnell

Konzept: Ingrid Holzschuh, Monika Platzer

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