Diskussion
Günther Domenig
Das Netzwerk hinter der Legende

Günther Domenig, Eilfried Huth, Mehrzweckhalle der Schulschwestern in Eggenberg, Graz, 1973–1977
© Architekturzentrum Wien, Sammlung
Nachlässe und Gespräche mit Zeitzeug*innen verschieben den Blick auf die Architekturgeschichte: Hinter dem Bild des Einzelgenies treten Prozesse, Kooperationen und Bedingungen architektonischer Produktion hervor.
Im Zentrum des Gesprächs steht die kontextuelle Neuvermessung des Werks von Günther Domenig (1934– 2012). Eine aktuelle Biografie macht sein Schaffen als gemeinschaftlichen Arbeitsprozess von Auftraggeber*innen, Mitarbeiter*innen, Bauherr*innen und Handwerker*innen sichtbar. Die Erforschung der Nachlassmaterialien im Az W – darunter Skizzen, Korrespondenzen und Projektunterlagen – sowie Gespräche mit Wegbegleiter*innen erlauben einen Blick hinter die Kulissen des Büroalltags und des Baugeschehens, welche die vertraute Vorstellung einer solitären Handschrift zugunsten einer kollektiven Praxis öffnen.
Mit:
Christian Halm, Steinhaus Günther Domenig Privatstiftung
Daniela Treiber, Metallbau Treiber
Gerhard Wallner, letzter Büro-Partner von Günther Domenig
Susanne Weigelt, Universitätsassistentin bei Günther Domenig
Michael Zinganel, Kurator und Autor
Moderation:
Monika Platzer, Az W