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Vortrag

Fläche im Raum

Integration / Szenographie

Mi 09.04.2003, 18:00-23:59

Eine Vortragsreihe des Architekturzentrum Wien in Zusammenarbeit mit Zement + Beton und der ARGE Fläche.

Nach einer räumlich typologischen Differenzierung öffentlichen Raums im vergangenen Jahr wird die Vortragsreihe Fläche im Raum 2003 Schwerpunkte auf Konzepte, Produktionsstrategien und Rezeptionsweisen zeitgenössischer Landschaft setzen.

Die aus der Praxis des Landschaftsdesigns der letzten zwanzig Jahre hervorgegangenen Orte zeichnen Landschaft in vieldeutiger Gestalt und als in sich widersprüchliche Konstruktionsprozesse am Zwischen-Ort der abgelösten Dualität des Ländlich-Urbanen.
Die Begriffe Gedächtnis / Identifikation, Integration / Szenographie, Bild / Technologie dienen als Leitmotive für die Vortragsreihe, um aktuelle Erfahrung und Bearbeitung von Landschaft, ihre symbolischen, bildhaften Repertoires, ihre ‚unsichtbaren‘ sozialen und kulturellen Funktionen sowie technologische und mediale Durchwirkungen des Naturhaften zu diskutieren.

„Die neuen öffentlichen Räume werden die Menschen insofern beeinflussen, dass sie sich sofort ihres Verhaltens bewusst werden und damit nicht mehr auf mechanisch vorprogrammierte Verhaltensweisen zurückfallen können. Diese Räume verwandeln Anonymität in Exhibitionismus und machen das Publikum zu AkteurInnen. Dabei ist nicht die Gestaltung oder die Schönheit der Maße, Materialien oder Farben wichtig, sondern dass der kulturelle Eindruck zu einer Kultur erweitert wird, die die StadtbewohnerInnen direkt vor Ort erzeugen.“ Adrian Geuze

Begrüßung

Dietmar M. Steiner, Architekturzentrum Wien
Karl Weissenböck, Sprecher der ARGE Fläche
Felix Friembichler, Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie

Vortrag: Büro Kiefer, Berlin
Stadtteil Glattpark-Opfikon, Zürich, ‚Agglo´s Traum‘

„Die Entwurfsauffassung des BÜRO KIEFER fußt auf der Idee, dass heutzutage, in einer Zeit, die von Globalisierung, Mobilität und Informationstechnologie geprägt ist, Freiraum einer der letzten Sphären ist, die das Potential für einen ‚Gegenweltentwurf‘ in sich bergen. Als Folge dieser Auffassung ist die Gestaltidee des BÜRO KIEFER im wesentlichen auf die Begriffe Klarheit, Reduktion sowie einen (transformierten) Bezug zum bestehenden Umfeld aufgebaut. Wahrnehmbarer Raum als solcher wird damit zum Hauptcharakteristikum des Entwurfs.“

Vortrag: realgrün Landschaftsarchitekten, München
Außenraum Wohn-und Therapiezentrum für Sehbehinderte und Blinde, München
„Verpflichtet sind wir einer analytisch – systematischen Entwurfsmethodik; Landschaftsarchitektur ist das Ergebnis eines intellektuellen Prozesses, nicht das Ergebnis einer rezepthaften Anwendung eines individualistischen Material- und Formenkanons. Ein Prozess, der von der Analyse der Aufgabe und des Ortes ausgeht und darauf aufbauend über ein klares Konzept zu einer angemessenen Entwurfslösung führt. Reduktion und Zurückhaltung sind unserer Überzeugung nach im öffentlichen, urbanen Raum in der Regel die zielführenden Umsetzungen, robuste Strukturen, vielfältig nutzbar – das Einfache, das so schwer zu machen ist.“

Moderation: Maria Auböck, Landschaftsarchitektin