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Ausstellung

Critical Care

Architektur und Urbanismus für einen Planeten in der Krise

Do 25.04.2019 – Mo 09.09.2019, Täglich 10:00-19:00
Innenansicht eines

Für das psychiatrische Zentrum in Melle hat das Architekturbüro de vylder vinck taillieu einen halbverfallenen Pavillon in einen vertikalen öffentlichen Platz verwandelt.
© Foto: Filip Dujardin

Architektur und Urbanismus werden heute von den Interessen des Kapitals dominiert, die menschenverursachte Klimakrise bedroht unseren Planeten, ökologische und soziale Ungerechtigkeiten nehmen zu. Die Ausstellung versammelt Beispiele aus Architektur und Urbanismus, die zeigen, dass Sorgetragen für einen Planeten in der Krise möglich ist.

Im Sommer 2017 untersuchten die Kuratorinnen am Wiener Nordbahnhofgelände, wie Architektur und Urbanismus die Zukunft reparieren können. Im öffentlichen Arbeitsraum des Az W erarbeiteten internationale Teams gemeinsam mit Partner*innen aus der Nachbarschaft Care+Repair Prototypen. Die Ausstellung „Critical Care“ erweitert nun den lokalen Blick um eine planetarische Perspektive und zeigt 20 internationale Beispiele.

Einstöckige Reihenhäuser mit zum teil begrünten Stufenterrassen am Dach; im Hindergrund bewaldete Hügel
Rural Urban Framework hat mit dem Wiederaufbau des Dorfes Jintai in der Provinz Sichuan ein nicht nur erdbebensicheres, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltiges Modell für den ländlichen Raum entwickelt.
© Rural Urban Framework (RUF)
Mehrstöckiges weißes Bürogebäude mit schriftzug am Flachdach und Straßenkreuzung im Vordergrund
ZUsammenKUNFT, ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Stadtmacher*innen, transformiert das „Haus der Statistik“ in Berlin gemeinsam mit Partner*innen aus der Verwaltung in ein gemeinwohlorientiertes Quartier.
© Initiative Haus der Statistik
Innenansicht eines "ausgehöhlten" Hauses mit Baum
Für das psychiatrische Zentrum in Melle hat das Architekturbüro de vylder vinck taillieu einen halbverfallenen Pavillon in einen vertikalen öffentlichen Platz verwandelt.
© Foto: Filip Dujardin

Die Ausstellung beruht auf einer radikalen Care Perspektive, die stets vom Vorhandenen inmitten der Dinge ausgeht, und zeigt Ideen und Praktiken einer außerordentlich vielfältigen Gruppe von Akteur*innen. Darunter finden sich Projekte wie die nachhaltige Entwicklung von Dörfern in China, öffentliche Räume für die neue Mittelklasse in Brasilien, die Revitalisierung traditioneller Bewässerungssysteme in Spanien, ein Community Landtrust in einer Favela in Puerto Rico, der Umbau modernistischer Megastrukturen in Europa, neue Allianzen in Nairobi oder die resiliente Weiterentwicklung lokaler Bauweisen in Überschwemmungsgebieten in Pakistan. Die Projekte belegen, dass Architektur und Urbanismus dazu imstande sind, den Planeten wieder lebenswert zu machen.

 

Kuratorinnen: Angelika Fitz, Elke Krasny

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei MIT Press.