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Ausstellung

Baumschlager & Eberle

Einige Bauten und das Buch

Do 24.10.1996 – Mo 02.12.1996
Ausstellungsplakat

Ausstellungsplakat: Baumschlager & Eberle
© Architekturzentrum Wien, Foto: Eduard Hueber, Grafik: Atelier Unterkircher Jankoschek

Eröffnung: 23.10.1996, 19:00 Uhr

Das Architekturzentrum Wien zeigt gemeinsam mit dem LICHTFORUM Zumtobel eine Auswahl der wichtigsten Bauten der letzten zehn Jahre der Vorarlberger Architekten Baumschlager & Eberle. Anlass dafür ist das Erscheinen des Portrait-Buches, das erstmals repräsentativ die Bauten und Projekte dieser Architekten vorstellt. Baumschlager & Eberle sind heute das erfolgreichste Büro der vielbeachteten Position der „Vorarlberger Baukünstler“.
Ausgehend von einer konsequent neuen Definition des Berufes des Architekten, erreichen ihre Bauten materielle Prägnanz, die von den Bedingungen der Entstehung erzählt und die Möglichkeiten der Zukunft architektonisch formuliert.

Pressetext

Carlo Baumschlager / Dietmar Eberle

Vorarlberg ist neben Graz und Wien längst zu einem dritten, wichtigen Schauplatz der österreichischen Architekturszene geworden.

Seit den sechziger Jahren hat sich hier fernab der internationalen Szene unter ganz besonderen Bedingungen eine sehr eigenständige architektonische Entwicklung vollzogen. Bedingt durch historische und kulturelle Gegebenheiten hat der architektonische Beruf einen Dialog mit der Tradition der Baumeister bewahrt. Daraus resultiert ein nachdrückliches Interesse für Werkstoffe, vor allem Holz und dessen Verarbeitung.

Die „Vorarlberger Bauschule“ ist das Modell einer regionalen Architekturentwicklung das es in dieser Form, Ausprägung, Charakteristik, Dichte und Dynamik wohl kein zweites Mal gibt. Das westlichste Bundesland Österreichs verfügt über eine hochentwickelte bäuerliche Wohnkultur und die Wiederbelebung echter Tradition war ein zentrales Anliegen. Auch die handwerklichen Ressourcen des Landes zeichnen für die von der Suche nach eigener Identität geprägten Architekturentwicklung mitverantwortlich. Verstärkte ökologische Interessen führten unter anderem auch zur Wiederentdeckung alter Holzbearbeitungsmethoden.

Die Qualität der modernen, der dritten Generation der Vorarlberger Bauschule hat Friedrich Achleitner so zusammengefasst: „Ihre architektonische Sprachlichkeit hat sie in der Dialektik von handwerklichem Denken und industrieller Fertigung, von kritischem Traditionalismus und lebensbezogener Moderne auf dem Hintergrund einer neuen Sensibilität gegenüber Lebensformen und kulturellem Selbstverständnis entwickelt.“

Baumschlager und Eberle verkörpern in ihren Bauten sämtliche Eigenschaften des neuen Bauens in Vorarlberg. Die Suche nach eigenem unverwechselbaren Ausdruck und regionaler „Authentizität“ verbindet sich mit Eleganz und konstruktiver Genauigkeit. Ihre Bauten bewegen sich jenseits jeder architektonischen Selbstdarstellung. Leichtigkeit und Eleganz in der Proportion und souveräner Umgang mit Material zeichnet diese Architektur aus.

Im umfangreichen Werk des Architektenduos finden sich immer wiederkehrende Elemente – gekonnter Umgang mit Material, Spiel mit Licht und Schatteneffekten, intelligente gekonnte Raumlösungen und last but not least eine hohe Ästhetik des Gebrauchs.

Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen in den letzten Jahren hat sich das Aufgabenspektrum Baumschlager und Eberles entsprechend erweitert.

Biographien

Carlo Baumschlager
geboren 1956 in Bregenz, studierte Industrial Design an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Prof. H. Hollein, Prof. W. Holzbauer und Prof. O.M. Ungers. Carlo Baumschlager arbeitete von 1982-84 als selbstständiger Baukünstler. Er lehrte im Jahr 1994 als Gastdozent an Syracuse University in New York. Seit 1984 ist er in Arbeitsgemeinschaft mit Dietmar Eberle in Lochau tätig.

Dietmar Eberle
geboren 1952 in Hittisau im Bregenzerwald, studierte an der Technischen Universität Wien bei Prof. A. Schweighofer. 1976-77 Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Cooperative Bau- und Planungs GmbH mit M. Koch, N. Mittersteiner und W. Juen. Er war von 1982-86 Lehrbeauftragter an der TU Hannover, von 1983-89 Lehrbeauftragter an der TU Wien und 1991-94 Gastdozent an der ETH -Zürich. Seit 1984 ist Dietmar Eberle in Arbeitsgemeinschaft mit Carlo Baumschlager tätig.

Dietmar Eberle und Carlo Baumschlager sind Mitglieder der Gruppe Vorarlberger Baukünstler. Als ARGE Baumschlager Eberle (ab 1984) wurden ca. 150 Projekte realisiert.

Bautenauswahl

Kleine Bautenauswahl

– Pfarrheim Satteins, Satteins (A)
– Raiffeisenbank Bregenz, Bregenz (A)
– Betriebsgebäude Firma Graf,Dornbirn (A)
– Gewerbliche Berufsschule, Bregenz (A)
– Hotel Martinspark, Dornbirn (A)
– Alberschwende, Alberschwende (A)
– Gemeindesaal Mäder, Mäder (A)