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Ausstellung

Bauherrenpreis 1997

mit Verleihung des jährlichen Bauherrenpreises der ZV der Architekten

So 23.11.1997 – Mi 07.01.1998

Eröffnung: Samstag, 22.November 1997, 19:00 Uhr

Die Zentralvereinigung der Architekten Österreichs verleiht seit 1967 regelmäßig einen „Bauherrenpreis“. Dieser symbolhafte Preis in Form eines Würfels und einer Urkunde soll jene Personen oder Personenkreise, die sich als Bauherr oder Auftraggeber und Mentor der Planung in besonderer Weise verdient gemacht haben, auszeichnen.

Begrüßung: Dr. Hannes Pflaum, Architekturzentrum Wien

Feierliche Preisübergabe durch Professor Hans Hollein, Präsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs

Eröffnung der Ausstellung „Bauherrenpreis 1997“

Pressetext

Hinter jedem realisierten Bauwerk steht nicht nur ein Architekt sondern auch ein Bauherr. Die Rolle des Bauherrn muss sich nicht notwendigerweise nur auf die finanzielle Grundlage des zu planenden und zu bauenden Objekts – oder der städtebaulichen Situation – beschränken, sondern sie kann schöpferischer Generator sein, dialektische Symbiose zur Verwirklichung einer Idee.

Grosse Bauwerke, qualitätvolle Architektur, beispielgebender Städtebau beruhen ebenso auf einem – oft gemeinschaftlichen – Konzept und einem artikulierten Bedürfnis als auf der künstlerischen und kreativen Potenz des Entwerfers. Im Idealfall steigern sich Vision des Architekten und des Bauherrn zu exemplarischen Resultaten. Diese oft wesentliche Rolle des Bauherrn zu erkennen und durch einen Preis anzuerkennen war – vor 30 Jahren – die Idee die wir in der ZV zur Verwirklichung brachten.

Hochkarätige Jurien beurteilen nicht primär Bauwerke, sondern Prozesse und Resultate eines dialektischen Vorgangs zwischen Architekt und Bauherrn der sich in qualitätvoller, unkonventioneller, an- und aufregender, exemplarischer und zukunftsweisender Architektur und gemeinsamer Aktion niederschlug – oft gegen grosse Widerstände.

Die Verbundenheit mit dem – ausgezeichneten Bauherrn – der nicht notwendigerweise nur der Geldgeber, sondern auch der Nutzer und Ideenspender sein konnte, der für das Konzept und ihre Durchsetzung Verantwortliche – wurde gewürdigt. 30 Jahre begleitet dieser Preis nun die österreichische Architekturentwicklung (im Ausland nun oft kopiert) und ist so Zeugnis und Dokumentation für die wirkenden Kräfte in der Gestaltung und Formulierung unserer Umwelt.

Hans Hollein