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Festival

Architektur.Film.Sommer: Prefab Nostalgia

Sa 20.08.2016, 20:00-23:59

Architektur.Film.Sommer: Prefab Nostalgia
© R: Lorenz Findeisen

Ort: im Hof des Architekturzentrum Wien im MuseumsQuartier Wien

Schlechtwetterlocation: Az W Podium

Vorfertigung als Versprechen einer neuen Ära. Sauber, Effizient und schnell hat man sowohl in kapitalistischen wie auch in kommunistischen Gesellschaften versucht, Wohnträume mit Betonteilen zu realisieren. „Concrete Stories“ berichtet von Freud und Leid in den Plattenbauten und erzählt sehr persönliche Geschichten und Erfahrungen rund um das standardisierte Wohnvergnügen. Vorort begibt sich auf die Spur einer Neubausiedlung im Grünen. „Excuse me, while I disappear“ wiederum reflektiert die – noch leer stehenden – Versprechungen chinesischer Investoren in einer Schlafstadt für 210.000 Menschen in Luanda, Angola.

APPEARING SCULPTURAL | EBNIT BRIDGES

AT 2015, 11 min, ohne Dialog
R: Marte.Marte Architekten und Andreas Waldschütz
Der Kurzfilm „Appearing sculptural | Ebnit Bridges“ ist Teil einer visuell-akustischen Serie, die in Zusammenarbeit mit dem Fotografen und Avantgarde-Filmemacher Andreas Waldschütz entstanden ist. Hierbei werden die skulpturalsten Werke von Marte.Marte Architekten in ungewöhnlich experimenteller und sinnlicher Manier re-inszeniert. Die Musik zu den einzelnen Filmen basiert ausschließlich auf Feldaufnahmen vor Ort.

VORORT

DE 2015, 8 min, OmeU
R: Laura Engelhardt
In dem Essayfilm setzt sich die Filmemacherin mit ihrem eigenen Heimatort auseinander, einem Vorort von Bremen, der sich im Laufe der Zeit von einem Bauerndorf zu einer Ansammlung von Neubausiedlungen entwickelt hat. Die Aufnahmen konfrontieren die standardisierten Häuser, ihre Details und ihre Lage in der Umgebung mit den großen Werbetafeln, die als Vorboten leere Brachflächen und Felder für weitere Bauprojekte kennzeichnen. Die Filmemacherin reflektiert den Prozess der zunehmenden Zersiedelung und die Rolle der privaten Häuser und Grundstücke als Wunsch nach Sicherheit und Investitionen in die Zukunft. Es geht um das Verschwinden vom Realen, von Kindheitserinnerungen, um eine Übermacht an vielversprechenden Bildern und die Frage, wie der Mensch am Ende in diesen Orten wohnt.

BETON BRUT

GB 2014, 5 min, ohne Dialog
R: Timothy Smith
„Béton Brut“ singt ein Loblied auf die brutalistischen Bauwerke Londons mit ihren subtilen Details und monumentalen Dimensionen. Der Film stellt die Sichtbetonbauten als utopische oder auch dystopische Schauplätze der Zukunft dar, als menschenleere Orte, umgeben von Natur. Der einzige Hinweis auf eine Beteiligung des Menschen findet sich in der Konstruktion, in der Wirkung der Materialien, der komplexen Strukturen und Texturen.
Trailer: https://vimeo.com/94600828

EXCUSE ME, WHILE I DISAPPEAR

ZA/AO 2014, 20 min, OmeU
R: Michael MacGarry
Der Film portraitiert einen jungen Gemeindearbeiter, der in der von chinesischen Investoren und Baufirmen errichteten Retortenstadt Kilamba Kiaxi außerhalb der Hauptstadt Angolas als Hausmeister arbeitet. Nachts muss er den weiten Weg zurück in die Altstadt von Luanda nehmen, wo er wohnt. Die Stadt, die für über 210 000 Menschen konzipiert ist, steht großteils noch leer. Ein schlafender Riese, ohne wirklichen Bezug zur Umgebung.
Trailer: https://vimeo.com/118527584

CONCRETE STORIES

CZ 2015, 72 min, Omeu
R: Lorenz Findeisen
Die Plattenbauten – eigentlich eine Erfindung des Kapitalismus, um ab 1948 die Wohnungskrise in Europa zu beenden – eroberten bald große Gebiete in den Städten Mittel- und Osteuropas und wurden so zu einem Symbol des Kommunismus. Der kurzweilige Film „Concrete Stories“ spiegelt die Geschichte der Plattenbauten auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs wider. Er lässt jene Menschen zu Wort kommen, die diese Häuser gebaut haben und vor allem jene, die darin wohnen. Durch oftmals sehr persönliche Geschichten gelingt es, das Stigma der ewig gleichförmigen Plattenbauten zu relativieren, denen schon Schostakowitsch eine Operette gewidmet hat.
Trailer: https://vimeo.com/48734655