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Ausstellungsführung

a_schau Ausstellungsführung

Schwerpunkt: Spuren im Stadbild - Macht und Wiederaufbau

Mi 20.04.2005, Täglich 10:00-19:00 Uhr, Mittwochs bis 21:00 Uhr

a_schau Ausstellungsführung
Bild: Achleitner Archiv

Die Ausstellungsführung widmet sich dem Thema Macht und Wiederaufbau.

Macht
Das “heimatbewusste” Anknüpfen an altösterreichische Traditionen bestimmen das ikonografische Programm der Architektur (z.B. am Heldentor). Unzählige Kirchenneubauten werden zum Vehikel einer programmatischen Rechristianisierung, die Pavillons der Weltausstellungen bzw. der Biennale zum Ideologieträger des offiziellen Österreich stilisiert.

Mit dem Einmarsch Hitlers 1938 in Österreich erreicht die Politik der Vertreibung und Verfolgung eine neue totalitäre Dimension. Der Machtgestus der Architektur bekräftigt den politischen Führungsanspruch des Regimes. Die Städte Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz gehören zu den bevorzugten “Neugestaltungsstädten” der NS-Führung, als “Patenstadt Hitlers” wird Linz besondere Aufmerksamkeit zuteil, während in Wien die Bautätigkeit auf Projekte zur Kriegsvorbereitung (Flaktürme) beschränkt bleibt.

Wiederaufbau 1945–1955
Einige Proponenten der Zwischenkriegszeit wie Clemens Holzmeister, Franz Schuster, Erich Boltenstern, Oswald Haerdtl oder Max Fellerer bestimmten die Szene noch lange nach 1945.

Erste Signale eines optimistischen Wiederaufbaus sind im Rahmen des „Zukunftsprogramms“ Ende der 1940er Jahre – etwa mit dem Strandbad Gänsehäufel – zu vernehmen. In Cafés, Pavillons, Ladenbauten hält eine neue Leichtigkeit Einzug. Markante Bauwerke wie der Wiener Ringturm oder die Stadthalle stützen die Identität einer sich neu konstituierenden Republik und verweisen selbstbewusst auf einen „befreiten“ Alltag kommender Wohlstandsjahre.