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Präsentation

2. Werkpräsentation: Emerging Architecture 2

10 More Austrians

Fr 15.03.2002, 18:00-23:59

Moderation: Otto Kapfinger, Kurator

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts Emerging Architecture 2 – Kommende Architektur 2 werden die beteiligten Architekten(teams) aktuelle Bauten und Projekte im Architekturzentrum Wien präsentieren.

Die 5 Teams:

fasch&fuchs. – Wien
Hans Gangoly – Graz
gerner°gerner plus – Wien
Erich Gutmorgeth – Innsbruck
HOLODECK.at – Wien

fasch&fuchs. (hemma fasch und jakob fuchs)
pädagogische akademie, umbau, salzburg, 1999-2001

umbau der schwimmhalle einer schule als bibliothek und informatikzentrum. bauliche eingriffe in tragstruktur und fassaden sind auf die anbindungspunkte beschränkt. die neuen funktionen werden als offenes raumgefüge auf vier ebenen konzipiert. zweigeschossige, begehbare bücherwände wachsen aus dem unverändert belassenen schwimmbecken heraus, verbunden mit dem tiefspeicher im keller. ein plateau in stahlkonstruktion für die informatik kommuniziert über die in die brüstung integrierten lesepulte mit dem gesamtraum.

Hans Gangoly
Revitalisierung „Ehemalige Stadtmühle“, Graz, 1999

Revitalisierung einer denkmalgeschützten Mühle in zentraler Lage. Gangoly konzipierte für ein urbanes Publikum 22 um einen grossen Innenhof gruppierte loftartige Wohnungen, belichtet über die Dachverglasung und die neue Lift- und Stiegenöffnung an der Nordseite. Wie Lagerelemente ins „Holzregal“ eingeschoben, lassen die Lofts die Konstruktion auch in den Innenräumen sichtbar. Mit einer neuen Betondecke überdacht, dient das Erdgeschoss als Garage und Lager. Gemeinsame Nutzung der Hoffläche, Zugang zu den Obergeschossen über Stege zwischen den Holzbalken.

gerner°gerner plus (andreas gerner und gerda maria gerner)
sued.see, einfamilienhaus, jois / burgenland, 2001

der bau steht an einem südwesthang und öffnet sich zum see. die nordseite ist geschlossen, die restliche aussenhaut ist als kontinuierliche schale aus verleimten, blechgedeckten fertigelementen geformt. durch den einschnitt in die geländekante ragt das hauptgeschoss, konstruktiv ein stahlbetontisch, mit schrägen stahlrohren abgestützt, weit über das terrain hinaus. funktionell ist im überdeckten bereich ein in glas gehüllter pool vorgesehen. form und stellung des baukörpers sind auf die hier bis zu sturmstärke wehenden westwinde abgestimmt. planung und realisierung: 10 monate.

Erich Gutmorgeth
Gemeindezentrum, Inzing, 1996-98

Als Weiterentwicklung von Kematen definiert die transparente Box unter dem Dachschirm polyvalente Raumschichten, schafft eine Querverbindung zu den Dorfstrassen und bietet in Nord-Süd-Richtung Überlagerungen von Innen und Aussen. Alles, was die Erde berührt, ist in Stahlbeton ausgeführt, die Außenwände der Obergeschosse sind Fertigteilelemente aus Holz. Wo das Dach in eine Oberlichtkonstruktion wechselt, schützt ein Schindelpanzer die Aussenhaut. Die scheinbar abstrakte „ortlose“ Entwurfshaltung reagiert also präzise auf alte Orte und generiert suggestive neue.

HOLODECK.at (marlies breuss, michael ogertschnig)
decoding the loop

anhand von bauten und studien geben HOLODECK.at einen einblick in ihre gestalterischen ansätze, die geprägt sind von schleifenförmigen raumfolgen und faltungen. die raumschleife ist nicht nur formales muster – vielmehr entsteht aus der sammlung und überlagerung empirischer daten eine kritische masse, die zum loop der empirie in eine neue qualität führt. dafür bedarf es mitunter eigener recherchemethoden, um lineare argumentationsreihen aufzubrechen und eine transprogrammierung vornehmen zu können. am Beispiel ihres 2001 realisierten loopedhouse (grossweikersdorf / nö) werden benutzerspuren und -empfindungen ungefiltert gezeigt.