Sammlungsbestände

Sowjetmoderne 1955–1991

Außenaufnahme des stark auskragenden Speisesaals des Erholungsheims der Schriftstellervereinigung in Armenien

Geworg Kotschar, Erholungsheim der Schriftstellervereinigung (Speisesaal), Sewan-Halbinsel/Armenien, 1665–1969
Bild: Zentrales Staatsarchiv Armeniens für Film-, Foto- und Tondokumente (CNA FPSR), duard Gabrielyan

Die Datenbank umfasst an die 1.000 Architekturobjekte der Nachkriegsmoderne in den vormals sowjetischen Republiken und bietet neben Foto- und Planmaterial auch detaillierte Informationen zu den Projekten.

In langjähriger Vorbereitung zur Ausstellung „Sowjetmoderne 1955–1991. Unbekannte Geschichten“ (2012) erforschte das Architekturzentrum Wien fern aller Klischees einer uniformen Sowjetarchitektur die regionalen Besonderheiten der nichtrussischen Sowjetrepubliken, die in der Zeit des „Tauwetters“ bis zur „Perestroika“ entstanden.

Unbekannte Geschichten

Das Forschungsprojekt verändert die von Russland festgeschriebene Rezeptionsgeschichte und rückt die Besonderheiten des Baugeschehens in Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Lettland, Litauen, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan und Weißrussland ins Zentrum der Betrachtung.

Hauptfassade des Prunkbaus mit nach oben geschwungenem, goldenem Dach
Nikolai Ripinski, W. Kim, Ju. Ratuschny, L. Uchobotow, Lenin-Palast, Almaty/Kasachstan, 1970
Bild: Zentrales Staatsarchiv der Republik Kasachstan für Film-, Foto- und Tondokumente
Rechtwinklig übereinandergestapelte Gebäudeelemente ragen über die Stadt Tiflis
Giorgi Tschachawa, Z. Dschalagania, T. Tchilawa, W. Kimberg, Transportministerium, Tiflis/Georgien, 1974
Bild: Dietmar Steiner

Die Datenbank dient dem internationalen Netzwerk an Expert*innen als Forschungsgrundlage und gibt auch dem Laien einen umfassenden Einblick in die Architektur dieser Länder. Viele der Bauten warten noch auf ihre architekturhistorische Entdeckung und sind massiv gefährdet bzw. bereits abgerissen. Die Datenbank ist daher auch ein wertvolles Instrument zur Sichtbarmachung dieser bis heute wenig gewürdigten Bauwerke. Wir freuen uns über Zusendungen, sollten Sie über weiterführende Informationen verfügen!

Soviet Modernism 1955–1991