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Die „Goldene Stiege“ von Eugen Wörle

Objekt aus der Sammlung

Querschnitt

Eugen Wörle, Terrassenhaussiedlung „Goldene Stiege“, Mödling, 1967–1969, Querschnitt, Tusche, Filzstift auf Transparentpapier, 135 x 72,5 cm
Bild: Architekturzentrum Wien, Sammlung

Ungemein modern wirkt die Terrassensiedlung „Goldene Stiege“ in Mödling auch noch mehr als 45 Jahre nach ihrer Errichtung. Der damals bereits 60-jährige Eugen Wörle leistete mit dieser innovativen Siedlungsanlage, die als erste Hang-Terrassensiedlung Österreichs gilt, Pionierarbeit.

1969 erhält die österreichische Siedlungsgemeinschaft Bausparerheim für die Wohnanlage „Goldene Stiege“ den Bauherrenpreis der ZV. Wörle greift hier den bereits von Adolf Loos und Josef Frank verwendeten Typus des Terrassenwohnhauses auf und verbindet die Individualität eines Einfamilienhauses mit den ökonomischen Vorteilen des Geschoßbaus. Gekonnt setzt Wörle den sechsfach abgetreppten Baukörper in den Osthang. Die große Zahl von allgemeinen Einrichtungen – Freibad, Hallenbad, Sauna und Gymnastikraum – war im sozialen Wohnbau eher unüblich und verweist auf den Qualitätsanspruch des Projektes.

Lageplan
Eugen Wörle, Terrassenhaussiedlung „Goldene Stiege“, Mödling, 1967–1969, Lageplan, Lichtpause, 113 x 100 cm
Bild: Architekturzentrum Wien, Sammlung
Querschnitt
Eugen Wörle, Terrassenhaussiedlung „Goldene Stiege“, Mödling, 1967–1969, Terrassengeschoß 1, Lichtpause, 172 x 62 cm
Bild: Architekturzentrum Wien, Sammlung
Aquarellzeichnung mit Gesamtansicht der Terrassenhaussiedlung
Eugen Wörle, Terrassenhaussiedlung „Goldene Stiege“, Mödling, 1967–1969
Bild: Architekturzentrum Wien, Sammlung
Querschnitt
Eugen Wörle, Terrassenhaussiedlung „Goldene Stiege“, Mödling, 1967–1969, Querschnitt, Tusche, Filzstift auf Transparentpapier, 135 x 72,5 cm
Bild: Architekturzentrum Wien, Sammlung

Geheimtipp

Eugen Wörles Œuvre, das mehr als 250 Entwürfe umfasst, ist der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt. Ausgebildet an der Akademie der bildenden Künste bei Clemens Holzmeister, geht Wörle 1934–1957 eine Arbeitsgemeinschaft mit dem ehemaligen Hoffmann-Schüler Max Fellerer ein. Es entstehen u.a. zahlreiche Laden- und Geschäftsbauten, das Hotel auf dem Tulbingerkogel, das Haas-Haus (Nachkriegsbau, 1985 abgerissen) und sein bis heute bekanntester Bau, das Strandbad „Am Gänsehäufel“ an der alten Donau in Wien.