Sammlungsbestand

Walter Zschokke

1948–2009

Archiv Walter Zschokke
© Architekturzentrum Wien, Sammlung, Foto: Margherita Spiluttini

Das Archiv von Walter Zschokke dokumentiert die publizistische und theoretische Tätigkeit eines Architekten und Architekturvermittlers.

Walter Zschokke studierte Architektur an der ETH Zürich und übersiedelte 1985 nach Wien. Als Architekt, Publizist und Ausstellungskurator prägte er über Jahrzehnte den architektonischen Diskurs in Österreich mit. Neben seiner Arbeit im Büro Michl/Zschokke engagierte er sich in Lehre, Forschung und Kulturvermittlung und war eine zentrale Stimme für die Sichtbarmachung österreichischer Architektur im internationalen Kontext.
Das Arbeitsarchiv ermöglicht einen umfassenden Einblick in seine Lehr- und Publikationstätigkeit sowie in die konzeptionelle Arbeit zu Ausstellungen, Buchprojekten und Essays.

Bestand

Arbeitsarchiv
Etwa 26 Archivkästen mit rund 800–1.000 A4-Hängemappen; enthalten sind Materialsammlungen, Manuskripte, Typoskripte und Belegseiten aus Publikationen, insbesondere zu Zschokkes Essays für die Beilage „Spectrum“ der Zeitung „Die Presse“ (1988–2008). Der Bestand bildet ein nahezu vollständiges Arbeitsarchiv seiner publizistischen Tätigkeit.

Karteikästen
Karteikarten im Format A6, geordnet nach Personen und Schlagworten, mit Hinweisen auf Literatur, Zitate und Publikationen

Arbeitsunterlagen und Buchprojekte
Rund 30–40 Mappen mit Texten, Gutachten, Studien und Materialien zu verschiedenen Buchprojekten

Diapositive
Etwa 2.500 Kleinbilddias, systematisch beschriftet, vorwiegend zu Zschokkes Vorlesungen über Architekturgeschichte sowie zu ausgewählten Sonderthemen

Biografie

  • 15.01.1948 geboren in Wildegg, Aargau, Schweiz
  • 1967–1973 Architekturstudium an der ETH Zürich
  • 1977–1985 Assistent bei Adolf Max Vogt
  • Ab 1977 Mitarbeit am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich
  • 1985 Umzug nach Wien
  • Ab 1985 Mitarbeit im Büro von Hermann Czech
  • Ab 1988 Architekturkritiker für die Beilage „Spectrum“ der Zeitung „Die Presse“
  • Ab 1989 Ateliergemeinschaft mit Walter Hans Michl
  • 1997–1999 Beirat für Kultur und Wissenschaft des Landes NÖ
  • Beirat der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes
  • 1997–1999 Vorstandsvorsitzender von ORTE
  • 2000–2005 Lehrauftrag für Theorie und Geschichte der Architektur an der Kunstuniversität Linz
  • 05.02.2009 gestorben in Wien

Auszeichnungen

  • 2000, 2006 Kulturpreis des Landes NÖ für Architektur
  • 2005 Preis der Stadt Wien für Publizistik