Sammlungsbestand

Karin Mack

*1940

Selbstporträt Karin Mack, 1985
© Architekturzentrum Wien, Sammlung, Foto: Karin Mack

Karin Mack ist eine österreichische Künstlerin und Architekturfotografin der feministischen Avantgarde der 1970er-Jahre. Von 1967 bis 1978 dokumentierte Mack als Architekturfotografin und visuelle Chronistin die österreichische Baukultur.

„Um Architektur plastisch darzustellen, habe ich viel mit Licht und Schatten gearbeitet. Ich bin meistens um das Gebäude weiträumig herumgegangen und habe mich dann langsam bis ins Innere vorgewagt. Gestochen scharfe und ‚abgeschleckte‘ Fotos habe ich aber nie gewollt.“ (Karin Mack)

Das Archiv von Macks Architekturfotografie umfasst neben Aufnahmen von Bauten, Stadträumen und kulturellen Ereignissen jener Zeit auch zahlreiche Fotos der zentralen Akteur*innen der Architektur- und Kunstszene, darunter Friedrich Achleitner, Günter Brus, Friedrich Kurrent, Hermann Nitsch, Gerhard Rühm. Sie dokumentierte in ihren Fotografien zudem urbane Transformationsprozesse – etwa die Rettung des Spittelberg-Viertels oder die Suburbanisierung im Wiener Umland. Ihre Architekturfotografie verbindet sich so mit gesellschaftlicher und kulturhistorischer Reflexion.

Bestand

  • Ca. 2.500 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien

Biografie

  • 17.09.1940 geboren in Wien
  • ab 1956 Beginn mit Fotografie
  • 1962 Heirat mit Friedrich Achleitner (bis 1972)
  • 1967–1978 Architekturfotografin
  • 1970–1980 Dokumentarische Arbeiten zur Kunst- und Kulturszene Wiens
  • 1975–1986 Konzeptuelle, feministische Selbstporträts (u. a. „Bügeltraum“, „trifogli“)
  • 1977–1982 Mitglied der Gruppe INTAKT (Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen)
  • 1978–1988 Studium Kunstgeschichte und Italienisch, Universität Wien
  • ab 1980 Mitglied des Künstlerhauses Wien
  • 1982 Reihe „Weiße Schatten auf schwarzem Schnee“
  • 1982–1985 „Das Neue Universum“, sechsteilige Fototableaus
  • 1994–2004 lebt in den Niederlanden; künstlerische Arbeiten zu Natur und Landschaft
  • seit 2007 Mitglied der Fotoinitiative FLUSS; Werke zur europäischen Medienlandschaft
  • 2010 Beginn der Arbeit mit der Lochkamera
  • 2010 Auszeichnung „Golden Laurel“ des Künstlerhauses Wien
  • 2015/16 Lektorin an der TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung
  • 2018 Porträtiert im Dokumentarfilm „Sie ist der andere Blick“ (Regie: Christiana Perschon)