Exkursion
Vom Frachtenbahnhof zum Biotop mit urbanem Rahmen

Agence Ter mit LAND IN SICHT: Freie Mitte, 2024
© Foto: LAND IN SICHT
Das städtebauliche Leitbild für das ehemalige Nordbahnhofgelände sah 1994 noch eine flächendeckende Blockrandstruktur vor, wie sie um den Rudolf-Bednar-Park umgesetzt wurde. Für die verbliebenen 32 Hektar führte ein neuer Wettbewerb zu einer international viel beachteten Lösung: Wie hat sich die „Freie Mitte“ entwickelt?
Den 2011 ausgeschriebenen Ideenwettbewerb gewannen VlayStreeruwitz mit ihrem Konzept „Freie Mitte – vielseitiger Rand“. Die Bildung eines dichten urbanen Rahmens mit punktuellen Hochhäusern um einen weitläufigen Landschaftsraum sollte dessen Erhalt ermöglichen und gleichzeitig für jedes Baufeld einen direkten Bezug zu diesem Freiraum schaffen. Heute besteht die „Freie Mitte“ aus verschiedenen Zonen. Bei der Gestaltung der „Stadtwildnis“ stand der Erhalt der Natur im Mittelpunkt, der Bestand an historischer Bahnhofsinfrastruktur wurde in der „Gleislandschaft“ durch gezielte Eingriffe nutzbar gemacht, während in den schmäleren Bereichen entlang der Gleistrasse, dem „Parkband“ und den „Urbanen Terrassen“ eine intensivere Gestaltung zum Tragen kam.
Mit: Thomas Proksch, LAND IN SICHT; Dominik Scheuch, YEWO Landscapes; Lina Streeruwitz, StudioVlay Streeruwitz
Moderation: Suzanne Kříženecký, Az W