Sammlungsbestände

Archive von Fotograf*innen

Im Fokus

Ringmappe mit vielen Folien und großformatigen Dias

Dia-Ablageblätter im Margherita Spiluttini Fotoarchiv
© Architekturzentrum Wien, Sammlung

Mit den Beständen der Fotografinnen Karin Mack und Margherita Spiluttini bewahrt die Sammlung zwei zentrale Positionen der österreichischen Architekturfotografie des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam eröffnen ihre Arbeiten ein facettenreiches Bild architektonischer Darstellung – zwischen Dokumentation, Interpretation und künstlerischer Reflexion.

Dass Frauen in der Architekturfotografie sichtbare Spuren hinterlassen konnten, hat strukturelle Gründe. Schon in der Zwischenkriegszeit bot die Fotografie – im Gegensatz zur akademisch geprägten Architektur – ein vergleichsweise offenes Berufsfeld für Frauen, insbesondere für jüdische Fotografinnen im urbanen Milieu Wiens. Als freies Gewerbe ermöglichte es ihnen künstlerisches wie ökonomisches Selbstbewusstsein – und eröffnete neue Perspektiven auf Architektur als sozialen, kulturellen und politischen Raum.