Architekturzentrum Wien  
 

 
 
Workshops zur Dauerausstellung "a_schau"
Ausstellungsbegleitendes Vermittlungsprogramm

Die Arbeit mit Schulklassen erfolgt in Kleingruppen – nicht mehr als 15 SchülerInnen in einer Gruppe.
Dauer: 2 Stunden
Einzelpreis: für Schulgruppen inklusive Vermittlungsprogramm Euro 3,50 pro SchülerIn

Alle Information zu den Workshops finden Sie auch im PDF, siehe Menü rechts: Downloads.

Information zur Dauerausstellung a_schau
Mit der a_schau präsentiert das Architekturzentrum Wien sein permanentes Schaufenster zur baukulturellen Identität des Landes, und zeigt damit 150 Jahre beachtliche heimische Architekturgeschichte erstmals in einer Ausstellung in Österreich. Auf 300m2 werden rund 170 ArchitektInnen mit 420 Bauten in den neun Bundesländern vielschichtig und abwechslungsreich vorgestellt.
10 Episoden (Prolog, Rotes Wien, Landschaft, Macht, Wiederaufbau, International, Utopie, System, Collage, Gegenwart) schärfen den Blick auf die relevantesten Phänomene und Strömungen. Die chronologische Abfolge bestimmter Phasen der Architekturentwicklung wird dadurch inhaltlich gefasst und unter bestimmten thematischen Gesichtspunkten beleuchtet. Parallel zu den Themenbereichen werden in einem "Zeitregal" die historisch relevanten Daten zur Zeit-, Kultur und Architekturgeschichte von 1850 bis heute präsentiert. Portraitfotos und Kurzbiografien der in der Ausstellung vertretenen ArchitektInnen bilden einen Stammbaum der wichtigsten "Köpfe" der österreichischen Baukunst. Als Spezifikum der österreichischen Architekturentwicklung und als alltagsnaher Themenstrang bildet die "Kleine Geschichte des Wohnens" einen Schwerpunkt entlang der Chronologie.


DAS VERMITTLUNGSPROGRAMM

I. für VOLKSSCHULE und HAUPTSCHULE

I.1. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Wohnens von 1850 bis 2005
für VS und HS
Wie hat die Familie Trotzmüller vor mehr als 100 Jahren in Wien gewohnt? Was ist eine "Bassenawohnung"? Und wer von euch hat eine Oma, die in einem Volkswohnpalast wohnt? Was bedeutet Mitbestimmung im Wohnbau? Und wie wohnen wir heute?
Ein Memory-Spiel führt die Kinder durch die Ausstellung, um ihnen Begriffe wie Bassenawohnung, Rotes Wien, Schnellbauprogramm, Reihenhäuser, innovative Lebenskonzepte und vieles mehr näher zu bringen. Ganz nebenbei besprechen wir dabei Maßstab, Grundriss und Plansymbole. In der anschließenden Modellbauphase planen die SchülerInnen im Teamwork eine Reihenhaussiedlung – meine Nachbarn und ich.

I.2. Glaspaläste und Betonburgen. Baustoffe und Technik in der Architektur
für VS und HS
Marmor, Stein und Eisen bricht – und was ist mit Stahlbeton? Baumaterialien wie Ziegel, Beton, Holz, Glas und Stroh werden verglichen und ihre jeweiligen Eigenschaften untersucht. Versuche mit dem eigenen Körper helfen uns, die Grundlagen der Statik zu verstehen: Säule, Träger und Strebe werden besprochen sowie die Unterschiede zwischen Massivbau und Skelettbau erörtert. Verblüffende Beispiele in der Ausstellung zeigen die Anwendung von Baustoffen und Technik in der Architektur. Im anschließenden praktischen Teil im Werkstattraum werden die vermittelten Inhalte gestalterisch vertieft und umgesetzt.

II. für HAUPTSCHULE und AHS UNTER- und OBERSTUFE

II.1. Querschau durch die a_schau
für HS, AHS UNTER- und OBERSTUFE
Gemeinsam tauchen wir in das geschäftige Treiben der Großstadt Wien um 1900 ein, als die U6 noch Stadtbahn und die U4 noch Donaukanal-Linie war. Das Lebensgefühl der Zeit bzw. die gesellschaftlichen Veränderungen drücken sich u. a. auch in der Architektursprache der Jahrhundertwende aus. Die Architekten dieser Zeit gelten als Wegbereiter der ersten Wiener Moderne, die das als verbraucht empfundene Formenrepertoire des Historismus durchbrechen. Die unterschiedlichen Gestaltungsmittel werden anhand ausgewählter Bespiele gemeinsam besprochen.
Die Wohnsituation zur Jahrhundertwende in den Zinshäusern ist katastrophal, da durch die industrielle Revolution Millionen von Arbeitern nach Wien getrieben werden. Die Wohnbaupolitik des Roten Wien trägt schließlich dazu bei, die Wohnverhältnisse radikal zu verbessern. Anhand der unterschiedlichen Grundriss-Strukturen (vom Zinshaus über die Superblocks bis hin zu heutigen Projekten) werden die Novitäten im Wohnbau diskutiert und mit unseren heutigen Wohnbedürfnissen und –verhältnissen verglichen.
Im anschließenden praktischen Teil werden die SchülerInnen vor die Aufgabe gestellt, eine Baulücke im Zentrum Wiens zu bebauen und dafür ein 1:100 Modell zu entwerfen.

II.2. Vermessen
Vom Goldenen Schnitt zum standardisierten Bauen

für HS, AHS UNTER- und OBERSTUFE
a:b = b:(a+b) – der goldene Schnitt bestimmt immer noch unsere Wahrnehmung. Welche Proportionen werden als schön empfunden und welche Standardmaße gibt es seit der Antike in der Architektur? Anhand von unterschiedlichen Siedlungsprojekten wird die Entwicklung vom Goldenen Verhältnis zum modularen Bauen gezeigt: Der verdichtete Flachbau von Roland Rainer bemüht sich um ebenerdige Privatbereiche, während der Wohnbau Alt Erlaa als “gestapeltes Einfamilienhaus” gesehen werden kann. Mit vorgegebenen Wohnmodulen entwickeln wir unsere eigenen Masterpläne und besprechen die jeweiligen Vor- und Nachteile. Ökonomie und Effizienz führen zu neuen Techniken und zu einer neuen Formensprache. Im praktischen Teil entsteht in Serienproduktion ein Skelettbau. Alles eine Frage des Maßstabs?

III. für AHS UNTER- und OBERSTUFE

III.1. Formen, Technik und Konstruktion
für AHS UNTER- und OBERSTUFE
Österreichische Architektur in den vergangenen 100 Jahren - was hat sich verändert? Wie treffen Tradition, Moderne und Zukunft aufeinander? Und wie beeinflusst Architektur unser alltägliches Leben? Anhand von ausgewählten Beispielen wird ein Querschnitt von bedeutenden österreichischen Bauten geboten: Das Loos-Haus am Michaelerplatz im Vergleich zum Haas Haus, der Karl-Marx-Hof als Urahn der Sargfabrik, die frechen Sixties als Inspiration für eine neue zeitgenössische Formensprache. Pro und Kontra für extreme Bauten werden diskutiert, Grundrisse besprochen und neue Formen entdeckt. Im anschließenden praktischen Teil gilt es im Modellmaßstab mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten zu experimentieren und eine Baulücke im Zentrum Wiens zu gestalten.


IV. für AHS OBERSTUFE

IV.1. Von der Flohfalle zum Whirlpool. Stadthygiene im Wandel
für AHS OBERSTUFE
Schlaglichter werden auf unterschiedliche Hygienevorstellungen und -bedingungen vergangener Epochen im Kontext ihres jeweiligen städtischen Umfelds geworfen. Unterschiede und Ähnlichkeiten mit heutigen Bedingungen oder Befindlichkeiten werden herausgefiltert. Als Beispiele dienen u.a. römische Thermenanlagen, die Flohfalle, mittelalterliche Straßen mit mittiger Abflussrinne, mobiles Hygienemobiliar, Klomuscheln aus unterschiedlichen Zeiten sowie zeitgenössische Erlebnisbäder. Anschließend wird die für Wien maßgebliche Zeit von 1860 bis 1910 mit dem Ausbau der öffentlichen Wasserversorgung und des Kanalnetzes im gemeinsamen Gespräch diskutiert. Den SchülerInnen sollen der Fortschritt im Bereich Hygiene und die ungleichen Verhältnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nahegebracht werden. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit städtebaulichen Planungen bis hin zu Grundrisslösungen im Wohnbau wird das Verständnis für die Thematik vertieft. Im praktischen Teil sind die SchülerInnen vor die Aufgabe gestellt, das Wiener Strandbad Gänsehäufel nach ihren Vorstellungen umzubauen bzw. zeitgemäß zu adaptieren.

IV.2. Spuren im Stadtbild: Macht und Wiederaufbau
für AHS OBERSTUFE
Die Geschichte eines Landes, seine soziale, politische und kulturelle Entwicklung, bildet sich immer auch in seinen Bauwerken ab. Während des Austrofaschismus bzw. vor allem mit dem Einmarsch Hitlers 1938 in Österreich erreicht die Politik der Vertreibung und Verfolgung eine neue totalitäre Dimension. Der Machtgestus der Architektur bekräftigt den politischen Führungsanspruch des Regimes. Im gemeinsamen Ausstellungsgespräch werden jene baulichen Manifestationen herausgearbeitet, die Macht in der Architektur repräsentieren, jene wiederkehrenden Elemente, die in unterschiedlichen Machtsystemen angewendet werden. Ein Vergleich mit Sequenzen aus verschiedenen Filmen wie «Matrix», «Spider-Man» oder «Truman Show» hat zum Ziel, ein Raumgefühl für derartige bauliche Ensembles zu entwickeln, um so die Möglichkeit von Architektur als Sprache zu erkennen.
Ebenso hat der Wiederaufbau seine Spuren im Stadtbild hinterlassen, die wir anhand der Ausstellung und Filme untersuchen. Unmittelbar nach Kriegsende gilt es den enormen Wohnungsbedarf zu decken. Die so wichtigen Kulturbauten zur Wiedererlangung einer österreichischen Identität werden rekonstruiert und eine neue Fortschrittsgläubigkeit macht sich breit. Mit ersten Hochhausbauten und Konzepten für eine autogerechte Stadt sowie neuen Siedlungsprojekten knüpft Wien an das internationale Architekturgeschehen an.

Das Vermittlungsprogramm wird unterstützt von bauMax, Kapla und LEGO.


© Az W 

Vermittlung
Angebote für Kindergärten
Angebote für Schulen
- Themenführungen
- Workshops für Schulklassen
- - Dauerausstellung "a_schau"
- - Allgemeine Workshops für VS
- Schulprojekte
Archikids
Kindergeburtstage
Sommerworkshops für Kinder
Kooperationen
Angebote für Erwachsene
Team

Programmpunkte:
a_schau


Downloads:
a_schau für VS

a_schau für AHS

a_schau für Hauptschule


Information:
Lisa Kusebauch-Kaiser
Telefon: +43 (1) 522 31 15
Fax: +43 (1) 522 31 17
E-Mail: office@azw.at

Alexander Pirker
Telefon: +43 (1) 522 31 15 - 27
Fax: +43 (1) 522 31 17
E-Mail: pirker@azw.at

 
 
  © Architekturzentrum Wien Kontakt: eMail